Japan-Tagebuch 34: Tokio dreht zum Abschied die Farben auf

Deutsch | English

24. Oktober 2026 · Unser letzter voller Tag in Japan

Heute nimmt unsere Japanreise noch einmal Fahrt auf. Von Hakone geht es mit dem Taxi zum Zug und dann mit dem Shinkansen nach Tokio. Schon diese Fahrt ist ein Erlebnis. Nach all den Motorradkilometern darf nun der Zug den schnellen Teil übernehmen; Anneliese und ich sind diesmal gemeinsam Passagiere.

Anneliese und ich am Bahnsteig.
Anneliese und ich am Bahnsteig.
Der Shinkansen am Bahnsteig.
Der Shinkansen am Bahnsteig.

Zum Abschied darf es feudal sein

In Tokio beziehen wir ein ganz feudales Hotel, The Prince Gallery Tokyo Kioicho. Auch das gehört zu dieser Reise: das Abenteuer unterwegs und zwischendurch dieser ausgesprochen angenehme Komfort. Japan hat uns wahrlich nicht auf eine einzige Art zu reisen festgelegt.

Anneliese im Eingangsbereich.
Anneliese im Eingangsbereich.
Ein Blick in die Lounge.
Ein Blick in die Lounge.

Plötzlich stehen wir mitten im Bild

Lange bleiben wir dort allerdings nicht. Wir gehen gleich auf unsere Tour zu teamLab Borderless. Die Bilder erzählen diesen Teil besonders schön: Blüten leuchten um uns herum, Spiegel vervielfachen die Lichter, einmal stehen wir im Blau, dann wieder zwischen silbernen Formen. Unsere schwarzen Kleider bekommen hier reichlich farbige Gesellschaft.

Wir beide zwischen leuchtenden Blüten.
Wir beide zwischen leuchtenden Blüten.
Anneliese in der farbigen Lichtinstallation.
Anneliese in der farbigen Lichtinstallation.
Ein gemeinsames Foto im blauen Licht.
Ein gemeinsames Foto im blauen Licht.

Auf den Fotos sind wir plötzlich selbst Teil der Szenerie. Für einmal muss sich also die Umgebung nach keinem dezenten Hintergrund umsehen – hier darf sie die Hauptrolle gleich mitspielen.

Lichter und Spiegel um uns herum.
Lichter und Spiegel um uns herum.
Anneliese und ich zwischen silbernen Lichtformen.
Anneliese und ich zwischen silbernen Lichtformen.

Und Anneliese sitzt sogar am Tisch und malt. Zwischen all dem digitalen Leuchten kommen ganz handfeste Stifte zum Einsatz. Dazu ein farbenfrohes Seepferdchen in der Projektion: An Motiven mangelt es diesem letzten Japan-Tag wirklich nicht.

Anneliese beim Ausmalen.
Anneliese beim Ausmalen.
Ein farbenfrohes Seepferdchen in der Projektion.
Ein farbenfrohes Seepferdchen in der Projektion.

Vom Kaiserpalast unter den pinken Schirm

Nach der Lichtwelt besuchen wir den Kaiserpalast von außen. Danach versammeln wir uns zur Foodtour. Es nieselt ein bisschen, sonst ist alles gut. Annelieses pinker Schirm sorgt auf dem Foto gleich für den nächsten Farbakzent.

Am Treffpunkt der Foodtour: Anneliese mit pinkem Schirm.
Am Treffpunkt der Foodtour: Anneliese mit pinkem Schirm.

Japan auf der Zunge, die Welt am Tisch

Inzwischen ist die Foodtour zu Ende. Gegen 22 Uhr sitzen Anneliese und ich im Taxi. Ein bisschen müde sind wir schon – dieser letzte Japan-Tag hat wirklich keine kleine Portion serviert.

Zu den Verkostungen kommen wunderbare Begegnungen. Wir lernen ein sehr nettes, frisch verheiratetes Paar kennen: Er ist Bauunternehmer aus Brasilien, sie Forensikerin bei der brasilianischen Kriminalpolizei. Eine spannende Kombination. Wir sprechen miteinander und tauschen uns aus; sie erzählt uns auch aus ihrem Berufsleben. Auch Schweizer sind dabei. Eine herrlich bunte internationale Runde ist hier zusammengekommen, um sich Japan einmal auf der Zunge zergehen zu lassen. Dafür braucht es offenbar keinen gemeinsamen Heimatort, nur Neugier.

Tokio am Abend: Licht auf regennassem Pflaster.
Tokio am Abend: Licht auf regennassem Pflaster.
Ein Blick zwischen die Tische und Laternen.
Ein Blick zwischen die Tische und Laternen.

Die Fotos nehmen noch ein paar Eindrücke mit: das Körbchen mit der Verkostungsauswahl, den Teller mit Fisch und die Laternen über den Tischen. Nach den Lichtwelten des Nachmittags bekommt Tokio am Abend noch einmal eine ganz andere Bühne.

Eine Auswahl zur Verkostung im Körbchen.
Eine Auswahl zur Verkostung im Körbchen.
Fischscheiben mit Beilagen auf dem Teller.
Fischscheiben mit Beilagen auf dem Teller.
Bunte Laternen über den Tischen.
Bunte Laternen über den Tischen.

Draußen leuchten die Schilder, Schirme wandern durchs Bild, und sogar Godzilla schaut zwischen den Fassaden hervor. Er macht sich auf dem Foto jedenfalls deutlich größer als unsere Abendgesellschaft.

Schirme und leuchtende Reklame im nächtlichen Tokio.
Schirme und leuchtende Reklame im nächtlichen Tokio.
Eine belebte Straße zwischen Leuchtschildern.
Eine belebte Straße zwischen Leuchtschildern.
Godzilla schaut zwischen den Fassaden hervor.
Godzilla schaut zwischen den Fassaden hervor.

Zurück im Hotel möchten wir noch einen Drink in unserer schönen Skybar nehmen und den Abend beschließen. Das ist der Plan für den Ausklang. Morgen wartet mit Thailand schon das nächste Land; heute lassen wir Japan erst einmal nachklingen.

Eine Reise mit allen Facetten

Nun ist er tatsächlich da, unser letzter voller Tag in Japan. Wenn ich auf diese Reise schaue, fällt mir ein einzelnes Adjektiv schwer: aufregend, schön, abwechslungsreich, abenteuerlich, komfortabel. Sie hatte alle Facetten. Genau das möchte ich festhalten – diese große Vielfalt, die Anneliese und ich miteinander erlebt haben.

Für morgen früh ist die Fahrt zum Flughafen um 7:30 Uhr vorgesehen, danach soll es weiter nach Thailand gehen. Dort möchte ich ein großes neues Kapitel beginnen: Thailand, unser „Second Home“. Heute gehört diese Seite aber noch Japan. Und Japan hat selbst für den Abschied die Farben noch einmal aufgedreht.


← Kapitel 33 · Alle Kapitel · Thailand 01: Abtauchen nach Japan →

LEAVE A COMMENT