Japan-Tagebuch 28: Acht Minuten und vier Fahrkarten

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18. Oktober 2026 · Kyoto – Tsuruga – Kanazawa

Anneliese und unser Gepäck in der Bahnhofshalle.
Anneliese und unser Gepäck in der Bahnhofshalle.

Heute Abschied vom Hyatt Regency in Kyoto. Noch einmal in Ruhe frühstücken, dann mit unserem vielen Gepäck zum Bahnhof. Ein schöner, entspannter Anfang. Was danach kam, war unser erstes japanisches Zugabenteuer.

Schon der Einstieg hatte es in sich. Am falschen Bahnhofseingang abgesetzt, mussten wir uns erst einmal durchfragen und mit unseren Koffern durch den Bahnhof ziehen. Zum Glück sind die Menschen hier unglaublich hilfsbereit. Immer wieder fand sich jemand, der uns mit den Fahrkarten und dem richtigen Weg weiterhalf.

Am Bahnsteig die nächste Herausforderung: Wo hält unser Wagen? Markierungen am Boden, andere Angaben auf den Tafeln – für uns zunächst ein Rätsel. Also vorlaufen, wieder zurücklaufen, Gepäck hinterher. Schließlich saßen wir tatsächlich im richtigen Zug.

Geschafft. Dachten wir.

Denn unser Zug fuhr gar nicht bis Kanazawa. In Tsuruga mussten wir umsteigen. Das hatte ich in meinem persönlichen Reiseplan irgendwie nicht vorgesehen. Und dafür waren gerade einmal acht Minuten eingeplant.

Also raus mit den Koffern, zwei Rolltreppen hinauf und dann: eine Ticketsperre. Vier Fahrkarten in der Hand, aber wie bekommt man damit die Schranke auf? Wie uns erklärt wurde, mussten die zusammengehörigen Karten gemeinsam durch den Automaten. Gewusst wie. Wieder fragen, wieder Hilfe bekommen, weiter zum Bahnsteig.

Gerade rechtzeitig, um unserem Zug beim Abfahren zuzusehen.

Anneliese verzweifelt am Bahnsteig, ich mit dem Gepäck. Also noch einmal hinunter und nachfragen. Die Erlösung: In einer Viertelstunde würde der nächste Zug fahren, direkt vom gegenüberliegenden Gleis.

Diesmal kamen wir hinein. Nicht mehr in die erste Klasse, sondern in die zweite. Inzwischen war uns vor allem wichtig, überhaupt im Zug nach Kanazawa zu sitzen. Etwa eine Stunde später waren wir endlich da.

Wieder ein großer Bahnhof, wieder viele Menschen. Wir stellten uns in die Taxischlange, und der nächste Fahrer brachte uns praktisch um die Ecke zum Hyatt Centric.

Ein sehr schönes Hotel, gelungenes Design – und nach einem guten Mittagessen sah die Welt schon wieder ganz anders aus.

Japan mit dem Zug: schnell und bestens organisiert. Nur wir mussten das System erst kennenlernen. Heute jedenfalls haben wir einiges gelernt. Vor allem, wie kurz acht Minuten sein können, wenn man viele Koffer und vier Fahrkarten hat.

Bilder unserer Weiterreise

Ein letzter Blick auf die Dekoration im Hotel in Kyoto.
Ein letzter Blick auf die Dekoration im Hotel in Kyoto.
Gleise und Bahnsteige auf unserer Weiterreise.
Gleise und Bahnsteige auf unserer Weiterreise.
Anneliese mit dem Koffer am Bahnsteig.
Anneliese mit dem Koffer am Bahnsteig.
Anneliese und ich unterwegs im Zug.
Anneliese und ich unterwegs im Zug.
Noch ein gemeinsames Bild während unserer Zugreise.
Noch ein gemeinsames Bild während unserer Zugreise.
Ein Hochgeschwindigkeitszug am Bahnsteig.
Ein Hochgeschwindigkeitszug am Bahnsteig.
Unser Zimmer im Hyatt Centric in Kanazawa.
Unser Zimmer im Hyatt Centric in Kanazawa.

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