Japan-Tagebuch 31: Kanazawa – Samurai, Süßigkeiten und ein Moment der Stille

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20. Oktober 2026 · Kanazawa

Nach dem langen Ausflug gestern wollten Anneliese und ich Kanazawa heute etwas ruhiger erleben. Und es wurde ein wunderbarer letzter Tag in dieser schönen Stadt.

Im historischen Samurai-Viertel besuchten wir ein ehemaliges Samurai-Haus. Besonders war die Begegnung mit einer Dame, die uns als Nachfahrin der Familie empfing. So bekommt Geschichte plötzlich ein Gesicht. Man betrachtet die alten Erinnerungsstücke und hört von Menschen, deren Geschichte hier bis heute weiterlebt.

Unsere Gastgeberin im Samurai-Haus.
Unsere Gastgeberin im Samurai-Haus.
Ein prächtiger Samurai-Helm.
Ein prächtiger Samurai-Helm.
Einblicke in die Geschichte der Familie.
Einblicke in die Geschichte der Familie.
Erinnerungsstücke in der Ausstellung.
Erinnerungsstücke in der Ausstellung.
Historische Bilder und Hinweise im Haus.
Historische Bilder und Hinweise im Haus.

Ein prächtiger Samurai-Helm erinnerte an die kriegerische Vergangenheit. Draußen lag ein Garten mit dichtem Grün, Steinen und Wasser. Wir blieben stehen, schauten und ließen uns Zeit.

Am Rand des Gartens.
Am Rand des Gartens.
Grün, Steine und Wasser im Garten.
Grün, Steine und Wasser im Garten.
Ein Garten voller kleiner Details.
Ein Garten voller kleiner Details.
Ein Moment im Garten.
Wasser und Steinlaternen im Garten.

Anschließend schlenderten wir durch das Viertel. Alte Mauern, hölzerne Tore, immer wieder ein Blick in einen Garten. Zwischendurch probierten wir japanische Süßigkeiten: kleine, sorgfältig angerichtete Häppchen mit unterschiedlichen Auflagen. Gerade diese unscheinbaren Pausen machen einen Reisetag oft besonders schön.

Ein Eingang im historischen Viertel.
Ein Eingang im historischen Viertel.
Ein altes Tor auf unserem Spaziergang.
Ein altes Tor auf unserem Spaziergang.
Japanische Süßigkeiten mit verschiedenen Auflagen.
Japanische Süßigkeiten mit verschiedenen Auflagen.

Danach fuhren wir zum D. T. Suzuki Museum. Suzuki – bei dem Namen denkt man zunächst an Autos. Hier aber geht es um einen Philosophen und um Zen.

Schon die Architektur verändert das Tempo. Klare Linien, zurückhaltende Räume, Licht und Wasser. Auf der Wasserfläche zeichneten sich kleine Kreise ab. Wir setzten uns hin, meditierten und genossen die Ruhe. Nach all den Eindrücken der vergangenen Wochen tat das gut: einmal sitzen bleiben, ohne schon an die nächste Station zu denken.

Licht und klare Linien im D. T. Suzuki Museum.
Licht und klare Linien im D. T. Suzuki Museum.
Ein stiller Blick auf das Wasser.
Ein stiller Blick auf das Wasser.
Zurückhaltende Architektur am Museum.
Zurückhaltende Architektur am Museum.
Kleine Kreise auf der Wasserfläche.
Kleine Kreise auf der Wasserfläche.
Anneliese am Wasser des Suzuki-Museums.
Anneliese am Wasser des Suzuki-Museums.

Der anschließende Ausflug zu einem italienischen Restaurant war weniger gelungen. Eine viel zu lange Taxifahrt führte uns durch graue Vorstädte. Für das erhoffte schöne Essen in besonderem Ambiente hatte sich dieser Weg nicht gelohnt. Auch solche Umwege gehören offenbar zum Reisen – gebraucht hätten wir diesen allerdings nicht.

Ein Blick ins Restaurant.
Ein Blick ins Restaurant.

Mit dem Regen wurde es dann ein ruhiger Nachmittag. Zurück im Hyatt Centric lasen wir und ließen den Tag ausklingen.

Unterwegs im regnerischen Kanazawa.
Unterwegs im regnerischen Kanazawa.

Jetzt noch ein letztes Bier zum Abschied. Morgen geht es weiter.

Kanazawa bleibt mir mit seinen Gärten, den alten Häusern und dieser besonderen Begegnung im Samurai-Viertel in Erinnerung. Und mit einem stillen Moment am Wasser, für den wir heute zum Glück Zeit hatten.

Morgen: Tokio. Koffer schleppen, Stockwerke wechseln, den richtigen Zug nach Hakone erwischen. Mitten im Menschengewusel wir zwei – und Anneliese, die auf dieses Abenteuer gern verzichten würde. Was hält länger: unser Zeitpolster oder unsere Nerven? Morgen wissen wir mehr.


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