Japan-Tagebuch 13: Die eiserne 6–7–8-Regel

Deutsch | English

9. Oktober 2026 · Unterwegs in Japan

Auf unserer Motorradtour gibt es eine eiserne Regel: 6–7–8. Sechs Uhr aufstehen, sieben Uhr Frühstück, acht Uhr am Motorrad. Das klingt angenehm übersichtlich. Bei uns beginnt die Übersicht allerdings schon um 5.45 Uhr.

Denn acht Uhr bedeutet: volle Montur an, fertig für das Tagesbriefing und anschließend für die Abfahrt. Wer dann erst darüber nachdenkt, wo seine Handschuhe liegen, hat die Regel noch nicht ganz verstanden.

Diese Reise ist wunderschön. Sie ist aber auch ganz schön fordernd. Viele Eindrücke, frühe Starts und unterwegs immer wieder Situationen, die volle Aufmerksamkeit verlangen.

Ein Bild von einer unserer Fahretappen in Japan.
Ein Bild von einer unserer Fahretappen in Japan.

Heute lag ein kantiger, viereckiger Stein auf der Straße. Ein Mitfahrer schaute gerade rechts und links, übersah ihn und fuhr darüber. Das Ergebnis: ein platter Reifen. Gott sei Dank blieb er unverletzt. Das Motorrad musste stehen bleiben und abgeholt werden; für ihn ging es im Auto weiter. Ein kurzer Moment, und der Tagesablauf sieht plötzlich anders aus.

Gestern hatten wir ungefähr zehn Minuten auf einen anderen Mitreisenden gewartet. Er hatte am Straßenrand angehalten, weil es ihm nicht gut ging. Ob es Müdigkeit war oder etwas anderes, kann ich nicht sagen. Er machte ein paar Atemübungen, nahm sich Zeit und kam nach seiner Pause wieder zu uns.

Auch das gehört zu einer Gruppenreise: Man fährt gemeinsam los, wartet aufeinander und merkt, dass jeder seinen eigenen Rhythmus und seine Grenzen mitbringt. Die schönste Route ändert nichts daran, dass der Körper gelegentlich eine Pause braucht.

Und dann gibt es zwischendurch wieder diese herrlich spielerischen Momente. Im Seki Hamono Museum posieren wir für die Fotos mit Schwertern und prächtigen Überwürfen. Die Gesichter auf den Bildern verraten ziemlich deutlich, wie ernst wir unsere neue Rolle nehmen.

Ein spielerischer Moment im Seki Hamono Museum.
Ein spielerischer Moment im Seki Hamono Museum.
Für das Foto darf es auch einmal ein Schwert sein.
Für das Foto darf es auch einmal ein Schwert sein.

Das andere Foto zeigt den Fluss, die Häuser und die bewaldeten Berge im Sonnenlicht. So ruhig kann diese Reise auf einem Bild aussehen. Wie früh wir dafür aufgestanden sind, sieht man zum Glück nicht.

Fluss und Berge im Sonnenlicht.
Fluss und Berge im Sonnenlicht.

Morgen gilt wieder 6–7–8. Bei uns also 5.45.

Weitere Bilder aus unseren bisherigen Etappen

Diese zusätzlichen Fotos gehören zu den bisherigen Stationen unserer Japanreise. Die verlinkten Kapitel erzählen die jeweiligen Geschichten.

Miyama: Häuser mit großen Hüten

Strohgedeckte Häuser zwischen Blumen und bewaldeten Hügeln.
Strohgedeckte Häuser zwischen Blumen und bewaldeten Hügeln.

Ein Blick zurück auf die Bootstour

Ein Ausflugsboot vor bewaldeter Küste.
Ein Ausflugsboot vor bewaldeter Küste.

Gemeinsam in den Sanddünen

Mitreisende in den Sanddünen – weiter Blick zum Meer.
Mitreisende in den Sanddünen – weiter Blick zum Meer.
Noch ein gemeinsames Bild unter blauem Himmel.
Noch ein gemeinsames Bild unter blauem Himmel.

← Vorheriges Kapitel · Alle Kapitel · Zum Road-Video →

LEAVE A COMMENT